Auf der Basis der Rechts- und Wirtschaftsordnungen! Die Sklavenwirtschaft, das Sklavenheer und die Sklavenhalter Europas und der Welt – von Dr. Georg Chaziteodorou

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von Dr. Georg Chaziteodorou

Eine Volkswirtschaft soll eine dienende Funktion gegenüber dem Volk und das Tauschmittel Geld (Kapital) soll eine dienende Funktion gegenüber der Volkswirtschaft ausüben und nicht umgekehrt, wie bis heute üblich ist. Dazu muss die Währung jedes Landes bzw. jeder Wirtschaftsunion vom US$ als Leitwährung und von privaten Zentralbanken (die Währung jedes Landes bzw. jeder Wirtschaftsunion soll von 100 % verstaatlichen Zentralbanken hergestellt werden) abgekoppelt werden. An die jeweilige Währung darf niemand verdienen d.h. das Geld darf keine Ware werden.

Wenn jede Regierung der EU-Mitgliedsländer ihre eigene Währung ausgäbe und vernünftig regulierte und diesen Vorgang von privaten Händen fernhielte, gäbe es keinen Grund für die EU-Staaten, und nicht nur, überhaupt verschuldet zu sein. Das gleich gilt auch, wenn die EZB tatsächlich unabhängig von der Herrschaft des Götzen Mammon wäre und anteilmäßig zu 100 % verstaatliche Zentralbanken der EU-Mitgliedsländer gehörte. Unabhängig muss die in Maastrichter Vertrag verankerte EZB sein, so lautet eine verbreitete Forderung. Auch die Mitglieder der EZB und die Mitglieder der nationalen Zentralbanken sollen unabhängig sein und von niemandem Weisungen entgegennehmen dürfen (Art. 108 EG).

Wie unabhängig ist die EZB wirklich? In Wirklichkeit geht es bei der EZB einzig darum, der Hochfinanz die von ihr kategorisch beanspruchte absolute Unabhängigkeit «ihrer» EZB von jeglicher etwaigen demokratischen Kontrolle zu verschaffen und die so genannte demokratischen Stimmochsen höchst selbst vor diesen Karren zu spannen. Nur so konnte die Hochfinanz sowohl die Regierungen der EU-Mitgliedsländer als auch die Industrie unter ihre Kontrolle bringen.

Das Märchen dass die EZB von politischen Weisungen unabhängig ist und eine klaren Auftrag zur Aufrechterhaltung der Preisstabilität besitzt ist ein Märchen von Tausend und eine Nacht. Die in Art. 107 des Maastrichter Vertrags verankerte politische «Unabhängigkeit» der EZB ist gleichbedeutend mit einer restlosen Hochfinanz-Abhängigkeit Maastricht-Europas.

Die Hochfinanz hat einen knappen, unauffälligen Artikel 24 mit dem Allerweltstitel «Sonstige Geschäfte» in die EZB-Satzung geschleust, der da in aller Umschuld lautet: «Die EZB und die nationalen Zentralbanken sind befugt, außer den mit ihren Aufgaben verbundenen Geschäften auch Geschäfte für ihren eigenen Betrieb und für ihre Bediensteten zu tätigen». Es muss hier von den Kompetenzträgern der EU z.B. von EU-Gerichtshof geklärt werden, wieso die EZB gemäß dem Maastrichter Vertrag Geschäfte auf eigene Rechnung tätigen darf?

Geleitet wird die EZB von einem Direktorium und einem EZB-Rat. Das Direktorium setzt sich aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern zusammen, der EZB-Rat aus diesem Direktorium sowie den Präsidenten der nationalen Zentralbanken. Das mündige Wahlvolk wählt zwar formaljuristisch und wegen der Optik das Direktorium und dem EZB-Rat, die Auswahl aber behält sich die Hochfinanz selbst vor. Natürlich verstecken sich die Hochfinanz- Privatbankiers der besseren Optik wegen hinter ihrer Galerie bewährter Strohmänner, den laut Satzung Art. 11.2 werden die Direktoriums-Mitglieder «von den Regierungen der Mitgliedstaaten auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs auf Empfehlung des Rates, der hierzu das Europäische Parlament und der EZB-Rat anhört, aus dem Kreis der in Währungs- oder Bankfragen anerkannten und erfahrenen Persönlichkeiten einvernehmlich ausgewählt und ernannt»..

Die persönliche Unabhängigkeit der EZB-Gouverneure ist nicht gesichert, und Sanktionen bei Verletzung der Stabilität fehlen. Während letzteres zutrifft, ist es blühender Unsinn, eine fehlende Unabhängigkeit der EZB aufgrund «unterschiedlicher Interessen nationaler Entscheidungsträger» zu kritisieren, da die Hochfinanz die ja für alle diese vorgeblichen «Entscheidungsträger» die Entscheidungen trifft, völlig einheitliche Interessen hat….Zudem werden die Präsidenten der nationalen Zentralbanken nicht wirklich von ihren Regierungen entsandt, die ja gerade in dieser ganz entscheidenden Personalfrage unbedingt auf ihnen (notfalls drohend) Zugeflüsterte Hochfinanz «Wünsche» Rücksicht nehmen müssen. Diese Einvernehmlichkeit wird im Bedarfsfalle von der Hochfinanz mit sanfter Gewalt herbeigeführt…..Abgesehen von der Hochfinanz, die aus löblicher Bescheidenheit in der Satzung der EZB nirgends ausdrücklich erwähnt wird, kann nur noch der EU-Gerichtshof die EZB kontrollieren, wobei jedoch nicht klar wird, ob ihre Führung ggf. überhaupt wegen der Pflichtverletzung, Amtsmissbrauchs oder ähnlicher Delikte verurteilt und bestraft werden kann.

Kein Mensch will die Armut erhalten, und dennoch versinkt der Planet Erde immer tiefer in Ihr. Ein gesunder Menschenverstand kann leicht erkennen, dass hier Sackgassen und Abwege beschnitten werden, die das o.g. Ziel verfehlen. Der Wille effektive Lösungen für die Beseitigung der Armut umzusetzen, ist eine geistig-moralische Angelegenheit. Politik und Wissenschaft sind die Erfüllungsgehilfen um dieses Ziel zu realisieren.

Es gibt leider auch einen kranken Menschenverstand der immer wieder auch mehrheitsfähig wird, so dass der gnadenlose Kampf um die wirtschaftliche Vorherrschaft nicht nur wirtschaftliche Konkurrenten in seinem Bahn, sondern Länder und ganze Kontinente ohne definitive Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber hält.

Angesicht dieser Gemengelage unterschiedlicher Herrschaftsformen grassiert das Vertrauen in eine unsichtbare Hand der Märkte wie eine quasi religiöse Offenbahrung. Man glaubt blind, mit dem Nachbeten dieser Mentalität unglaubliche Erfolge und Reichtümer zu erringen, Technik und Wissenschaft auf herausragende Höhen zu befördern und am Ende die Welt zu beherrschen.

Die Schattenseite dieser Vision ist, dass 80 % der Menschheit an der Scholle kleben werden und als das größte Sklavenheer in die Zivilisationsgeschichte eingehen, das einer Schar Auserwählter zu dienen hat! Nur maximal 20 % der Menschheit besitzen die Ressourcen, um auf langfristige Verbesserungen der Ernährung, der medizinischen Versorgung oder des Bildungsangebots warten zu können.

Die Kompetenzträger in der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft besitzen keine Phantasie um in Lebensentscheidende Richtungen Voraussagen zu wagen. Natürlich ist die Zukunft weder vorhersehbar noch beherrschbar. Deshalb müssen die Kompetenzträger immer wieder neu wappnen, vorbereiten und möglichst günstigen Entwicklungen auf den Weg bringen.

Viele Meinungsführer in der EU, die sich mit einer Aura der Zukunftskompetenz umgeben, betrügen sich selbst. Die Akzeptanz, dass sie gerade das erwarten sollten, was sie momentan noch nicht vorstellen können, führt zu einer extremen Konzentration auf die Gegenwart und ihre Erscheinungen. Sie haben kein Vertrauen auf den Satz von Aristoteles: «Es ist wahrscheinlich, dass etwas Unwahrscheinliches passiert». Will man z.B. die Armut in Europa, und nicht nur, beseitigen, kann nicht jedes Land und jede Organisation, ein eigenes Zaubermittel erfinden. Globale und effektive Lösungen wird es nicht geben, solange jeder die Unterstützung in seinem Sinne selbst definiert.

Die vermeintlichen Erfolgsrezepte des 20. Jahrhunderts  bewirken in Zeitalter des 21. Jahrhunderts zunehmend das Gegenteil. Ehemals erfolgreiche Strategien wie die Verteidigung des nationalen Eigennutzes enthalten zusätzliche Krisenpotentiale. Europa benötigt tief greifende politische Umweltzungen, wenn es zu einer demokratisch legitimierten gemeinsamen Politik, die zu Europa der Bürger führt, finden will. Das Unvorgesehene im 21. Jahrhundert wird nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein.

Seit dem 07.02.1992 werden in Europa (Vertrag von Maastricht) mit den so genannten Rechts- und Wirtschaftswissenschaften altrömische und mittelalterliche Denkweisen dazu missbraucht, die Völker Europas zu täuschen und zu unterdrücken. Denkweisen des Altertums ebenso wie mittelalterliche Tricks der italienischen Kaufleute, die echte Geldflüsse durch «doppelte Buchungen» verschleierten, unter Vernachlässigung der Identität von Zahlungsmitteln sowie involvierten Personen, wird heute in autoritären Bildungs- bzw. Gehirnwäsche-Institutionen (Universitäten und Technischen Hochschulen), unter Notendruck, Studenten der Volks- und Betriebswirtschaft als Weltbild des 21ten Jahrhunderts aufgezwungen.

Die Herrschaft des Geldes und das Streben nach seiner Vermehrung sind so vertraut geworden, so eingeschliffen in das allgemeine Denken, dass man sie als Selbstverständlichkeit und Naturgegebenheit betrachtet, über die nachzudenken sich erübrigt. Das ist aber ein fataler Irrtum! Das Geld muss vom Zweck zum sein Ursprung d.h. zum Tauschmittel umgewandelt werden.

Angesichts nicht abreißender Krisen in der EU verlangen die Bürger nach Lösungen. Das Problem dabei ist der gemeinschaftliche Wille der reichsten Mitgliedsländer der EU zu ihrer Umsetzung. Untergangszenarien und Rettungsversprechen branden wie eine schäumende Gischt an die Küsten der jeweiligen machtpolitischen Interessensphären. Unterschiedliche kulturelle Standpunkte zwischen Nord- und Südeuropäer führen zu abweichenden Erkenntnissen.

Noch nicht war Europa so reich an Möglichkeiten sich ultimativ neu zu erfinden. Reichtum aber bedeutet keineswegs Vermögen, wenn der Handlungsspielraum der Kompetenzträger eines Landes durch Hartherzigkeit und Ignoranz eingeschränkt wird. Die EU-Mitgliedsländer die sich nur dem Geldverdienen widmen, nur dem eigenen Erfolg, bleiben in der Einseitigkeit gefangen und verkennen die duale Substanz alles Lebendigen.

Der Reichtum der BRD z.B. ist keineswegs mit dem Vermögen dieses Landes gleichzusetzen. In diesem Land, gibt es nach Auskunft einer aktuellen Studie, 7,5 Millionen Analphabeten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Der Zugang zum Lesen ist bekanntlich für die Lebensgestaltung ebenso erheblich wie die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln.

Diejenigen Mitgliedsländer der EU die sich nur dem Geldverdienen widmen, nur dem eigenen Erfolg, bleiben in der Einseitigkeit gefangen und verkennen total die duale Substanz alles Lebendigen. Hierin liegt auch die Schwäche mancher Tugenden, Werte, Prinzipien und Idealen. Es liest sich für die Kompetenzträger dieses Landes gut, aber lässt sich nicht wirklich leben. Rechts- und Wirtschaftsordnungen sind gesellschaftliche Konstrukte und keine unabänderlichen Naturgesetze.

Zumindest in Demokratien (ob der Parlamentarismus der meisten EU-Staaten als Demokratie bezeichnet werden kann, ist anzuzweifeln!) müssen die Bevölkerungen über Geldsysteme und Eigentumsordnungen bestimmen und nicht nur einige wenige, auf altrömische und mittelalterliche Betrugsmethoden geprägte Mitglieder so genannten Eliten (Banker, kapitalistischen Unternehmen oder Mitglieder der zionistischen Organisationen Trilaterale Kommission, Bilderberg, CFR, IWF, Weltbank) und anderen.

Voraussetzung dafür ist tief gehendes Verständnis mittels welcher in den EU-Ländern die Bevölkerungen, in hypnotischer Fremdsteuerung, durch die Hochfinanz gefangen sind. Die Bürger müssen endlich selbst, und zwar alle um das Geldsystem kümmern, sofern von diesen noch überhaupt Geld erwünscht ist. Sie müssen anfangen zu hinterfragen, wer Geld überhaupt herstellt bzw. herstellen darf und wie genau dieser Vorgang abläuft bzw. welche Folgen er für die Gelderzeuger und den Rest der Gesellschaft, die das Geld benutzt, nach sich zieht!

Ob die Wirtschaftsjournalisten der kontrollierten Massenmedien bei der Behandlung aktueller und grundsätzlicher Währungsfragen ihr argloses Publikum gewollt verdummen oder lediglich die eigene Unwissenheit dokumentieren, läst sich pauschal gar nicht beantworten. Es liegt wahrscheinlich in der großen Mehrzahl der Fälle Ahnungslosigkeit vor.

Neben den professionellen Des-Informanten gibt es auch noch eine ganze Schar von Leuten, die zwar höchstwahrscheinlich sehr gut informiert sind, aber nicht wagen die Undurchsetzbarkeit der Unabhängigkeit – Preisstabilität in Europa klar auszudrücken. Aufgrund unterschiedlicher Interessen der nationalen Entscheidungsträger kann keinen genügend starken Anreiz geben, dies zu wollen.

Die Demaskierung der Sklavenhalter (die Sklaven werden bisher an das System der Sklavenhalter angepasst) und des Schuldensystems (primitives Nullsummenspiel!) wird helfen zu erkennen, dass der Zusammenbruch des traditionellen Geldsystems die globale Menschheit vor die entscheidende Wahl zwischen Materialismus und geistigen Werten stellt.

Will die Menschheit in Zukunft ihre Versorgung mit Güter und Dienstleitungen auf der Basis der Harmonie mit allem Leben auf dem Planeten Erde betreiben oder sich, wie bisher, durch Sparzwang, Konkurrenz und Krieg in einer Mangelwirtschaft, im Altar der vorzeitlichen Götzen, selbst zerstören?

Politiker und Bevölkerung werden von den Dienern der Hochfinanz laufend gegaukelt, dass nur die mathematischen Optimierungsansätze und Planungsmethoden «exakte Wissenschaften» wären und diese würden eindeutig beweisen, dass Wirtschaft nur durch Konkurrenz und Wettbewerb funktioniere. Die Existenz der Kooperation wird total verschwiegen. Diese besitzt auch ihre eigene Logik, nämlich die der gegenseitigen Unterstützung.

Auch aus dieser Logik lassen sich mathematische Modelle und Empfehlungen für Praxis und Politik ableiten. Diese sind ganz sicher wesentlich leistungsfähiger und nachhaltiger, weil keine Gegner existieren, die vernichtet werden müssen. Die Hochfinanz aber, die die Wirtschaft und Politik kontrolliert, will davon nichts wissen, da die Kooperation der Bevölkerung für ihre Position (Einnahmen aus Zinsen und Zinseszinsen) eine massive  Bedrohung darstellt.

Der Zins, diese kleine Zahl zwischen 5 und 12 %, ist einer der zentralen Nervenstränge der Weltwirtschaft der Sklavenhalter. Er lässt sie gut oder schlecht funktionieren oder sogar explodieren. Er lässt täglich Milliardenbeträge um die Welt sausen, macht ganze Länder reich oder pleite, treibt Bankiers, Investoren und Bauherren zur Euphorie oder Verzweifelung.

Kein Rädchen dreht sich, ohne eine Vielzahl von Folgewirkungen auszulösen. Zinsen sind dabei eines der zentralen Rädchen. Sie sind eine politische Größe, wichtiger noch als der Kurs der heutigen Leitwährung oder der Rohölpreis. Bei 7 bis 8 % Zinsen, verdoppelt sich ein Kapital bzw. eine Schuld schon nach 10 Jahren d.h. dass die Summe der Jahreszinsen nach 10 Jahre, die Höhe des Grundkapitals erreicht. Diese Vorgang heißt «das Geld arbeiten lassen» und funktioniert wie folgendes Beispiel zeigt:

Ein Gläubiger z.B. die Invest-Bank Goldman Sachs, der im Jahr 2010 einem Schuldner z.B. Hellas, ein Darlehen von 1 Mrd. US$ gewährt hatte, kann im Jahr 2020, selbst wenn Hellas in den 10 Jahren nur seine Zinsen zahlen konnte, einem zweite Schuldner z.B. Zypern schon wieder einen Kredit von 1 Mrd. US$ gewähren. Buchen kann die Invest-Bank Goldman Sachs aber nach den 10 Jahren 2 Mrd. US$. Nämlich 1 Mrd. US$, erhaltene Zinsen und 1 Mrd. US$ Guthaben beim Schuldner Hellas, der ihm deshalb «verpflichtet» bleibt. Nach weitern 10 Jahren d.h. 2030 hat die Invest-Bank Goldman Sachs, wenn Hellas und Zypern nur die Zinsen zahlten, von Hellas und Zypern je 1 Mrd. US$ erhalten, also 2 Mrd. US$, die er an zwei weitere Kreditwerber Portugal und Spanien (zu je 1 Mrd. US$) vergeben kann. Buchen kann jetzt die Invest-Bank Goldman Sachs 4 Mrd. US$, nämlich 2 Mrd. US$ erhaltene (und weiter verliehene) Zinsen und 2 Mrd. Guthaben bei Hellas und Zypern, die ihm damit «verpflichtet» bleiben.

Das geht so weiter! Nach 30 Jahre (2040) kann die Invest-Bank Goldman Sachs 8 Mrd. US$ buchen und hat sie 4 Schuldner (Hellas, Zypern, Portugal, Spanien), die ihn «verpflichtet» sind. Und nach 40 Jahren (2050) verfügt die Invest-Bank Goldman Sachs über ein Vermögen von 16 Mrd. US$, obwohl sie 2010 mit nur 1 Mrd. US$ begann, und kann auf 8 Schuldner (Staaten) Einfluss ausüben, weil sie die Invest-Bank Goldman Sachs «verpflichtet» sind.

Diese «Verpflichtungen» bzw. «Einflüsse» können finanziell, wirtschaftlich und politisch realisiert werden. Bei den letzten Einflüssen werden z.B. dem Schuldner für einflussreiche Posten «Männer des Vertrauens» empfohlen, die dann weiterhin im richtigen «Sinne» tätig sind. Der Verlust der Staaten, die die Zinsen zu zahlen haben, besteht gemäß allem oben gesagten darin, dass der Schuldner Mehrarbeit leisten muss, deren Früchte nicht ihm, sondern dem Gläubiger zu gute kommen.

Das stellt sich jede menschliche Wirtschafts- bzw. Gesellschaftsordnung der natürlichen Ordnung entgegen, wenn es in ihr Gauner und nicht Menschen gibt, die sich einen Überfluss an natürlichen Produktionsmitteln auf Kosten anderer Menschen, die als Sklaven betrachtet werden, verschafft haben. Diejenigen, wie heute die Hellenen, für die infolge der gewalttätiger Raffgier anderer keinerlei natürliche Produktionsmittel und Infrastrukturbereichen mehr übrig bleiben, sind dann nämlich um des nackten Überlebens willen gezwungen, ihre Arbeitsleistung gegen Überlassung eines ungerechten Mehrwerts demjenigen zu verkaufen, der ihnen ungerechter maßen die ihnen zustehenden Produktionsmittel vorenthält, um sie ihnen – ihre existentielle Not eiskalt ausnutzend – nur gegen einen Kapitalzins in Form des genannten Mehrwerts zu Verfügung zu stellen.

Weil die großen Gläubiger wie z.B. die Weltbank oder der IWF, aber auch die Invest-Bank Goldman Sachs, eine Minderung dieses Einflusses nicht wünschen, sind sie an der Rückzahlung der Grundschuld, des Darlehens gar nicht interessiert! Sie haben genügend Papiergeld, als angehöriger der Hochfinanz, das sie selbst drücken! Selbst wenn ein Schuldner, wie z.B. Hellas, nicht einmal die Zinsen zahlen kann, dann wird nach der Parlamentswahlen von 25. Januar 2015 eine «Umschuldung» vorgenommen, aber die «Verpflichtung» auch bei einer neoliberalen(!) «Linken Regierung» bleibt!

Nicht erst solcher unabsehbare Machtgewinn eines Gläubigers, aus der Reihe der Hochfinanz, über seine Schuldner mittels ständiger Zinszahlungsverpflichtungen, sondern schon die theoretisch unendliche Anhäufung von finanziellem Reichtum durch den Zins hat zu allen Zeiten die Habgier der Anbeter Mammons fasziniert.

Geld, das Zinseszinsen trägt, wächst zwar anfangs langsam, da aber die Rate des Wachstums sich fortwährend beschleunigt, wird sie nach einiger Zeit so rasch, dass sie jeder Einbildung spottet. Ein Dollarcent, ausgeliehen bei der Geburt des Erlösers der Christen vor ca. 2015 Jahren auf Zinseszinsen zu 5 %, würde schon heute zu einer größeren Summe herangewachsen sein, als enthalten wäre in ca. 150 Millionen von Gold gediegenem Erden.

Woher aber die auf der Erdkugel, ja selbst innerhalb des Raumes unseres Sonnensystems längst nicht mehr unterzubringende Masse an Gold überhaupt kommen sollte, verliert keiner einen Gedanken! Die Masse der Sklaven, die zwar jederzeit bereit ist, Geld gegen Zinsen anzulegen, macht keine Gedanken auf welche Weise diese wunderbare Geldvermehrung zustande kommt. Die Masse der Sklaven ist noch nicht in der Lage zu begreifen, dass sie von der Sklavenhalter nach Strich und Faden betrogen und ausgeplündert wird, sogar ohne es zu merken.

Es gibt nur eine Möglichkeit diesen Weltbetrug zu beenden. Das Geld darf nicht als Ware behandelt werden und die Gerechtigkeit bei Warentausch herrschen. Bei allen Verträgen muss Gleichheit gelten und Gewinn und Verlust ausgeglichen werden. Ubi lucrum, ibi damnum!

In eine post-monetären Gesellschaft nach der Schuldgeldzeit, wird das Teilen knapper Ressourcen ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die mitfühlende Anteilnahme an den Lebensbedingungen und dem Geschick aller anderen Menschen und Lebewesen. Gewinn im eigentlichen, strengen Sinne des Wortes «Profit» sollte also im Verkehrs- und Erwerbsleben nicht erstrebt und gemacht werden.

Nur der Zins konnte das Wunder der Geheimen Oberen der Hochfinanz vollbringen, die Masse des Geldes und damit die Fülle der Macht in den Händen jener zu konzentrieren, welche Kaiser, Zaren, Könige und Fürsten zu stürzen und ihre eigene vorzeitliche Götzen Herrschaft zu errichten fast zwei Jahrtausende lang bestrebt waren und immer noch sind.

Diese Herrschaft muss gnadenlos zerstört werden, bevor sie gnadenlos die Menschheit zerstört.
PD Dr.-Ing. Georg Chaziteodorou

Bleibergweg 114, D-40885 Ratingen

Tel.+Fax: 0049 2102 32513

E-Mail: chaziteo@t-online.de

17.01.2015

Qeulle: http://www.berlin-athen.eu/index.php?id=205&tx_ttnews%5BbackPid%5D=78&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4428&cHash=801e948027891f2d5658a8b6cf71a11c

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