August 2nd, 1:06

Der Sohn des ukrainischen Verteidigungsminister Valerij Geletej hat einen Einberufungsbescheid bekommen. Das hat der Minister den Medien selbst erzählt.
„Heute kam der Einberufungsbescheid. Er (der Sohn) ist nicht in Kiew, aber er lässt alles liegen und begibt sich sofort zum Wehrersatzamt“, so der Minister.

Früher soll auch der Sohn des Vorsitzenden der ukrainischen Rada Aleskander Turchinov einen Einberufungsbescheid bekommen haben. Es ist nicht bekannt, ob die Ministersöhne tatsächlich an der Front dienen werden. Doch die einheimische Bevölkerung weiss sehr gut wie der Befehl vom Präsidenten Poroshenko vom 22 Juli über die Teilmobilmachung durchgeführt wird.

In der Stadt Ljubotin im Charkower Bezirk hielten an einem Supermarkt sechs Busse an, daraus stiegen etwa zwei Dutzend Männer in Masken und mit Maschinenpistolen. Sie nahmen alle Männer aus dem Supermakrt mit, um mit denen die mittlerweile etwas lichten Reihen der ukrainischen Armee aufzufüllen.

Im Städtchen Bezljudow wurden einige junge Männer mitgenommen, die an einer Haltestelle auf die Strassenbahn warteten. Am bezljudow-Strand wurden alle Männer gleich in Badehosen abgeführt. Zusammen mit einigen Fischern. Sie alle wurden gleich zum Wehrersatzamt gefahren.

In Charkow ist eine etwa drei Tausend Mann starke Einheit der Nationalgarde angekommen, die die Durchführung der Mobilmachung sichern soll. Einberufen sollen etwa 10.000 Männer. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Militärs gehen zusammen mit den Vertretern der Wehrersatzämter die Wohnungen durch und nehmen alle Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren mit. Ohne Musterung. Nach Augenzeugenberichten sind sowohl die potentiellen Soldaten als auch deren Verwandten stark eingeschüchtert. Menschen sind verzweifelt und wissen nicht was tun.

Alle Neulinge werden an die Front gefahren, wo sie Waffen kriegen. Männer aus dem Osten der Ukraine sollen in die heißesten Frontabschnitte geschickt werden. Die Nationalgarde ist berechtigt jeden zu erschiessen, der sich weigert auf die Volksmilizen zu schiessen, oder zu fliehen versucht.

Um den Plan an Kanonenfutter zu erfüllen, plant die ukrainische Armee ab dem 5. August die Grenze zu Russland komplett dicht zu machen und keine Männer mehr raus zu lassen. An vielen Orten werden Strassen und Wehrersatzämter von aufgebrachten Frauen blockiert, die damit versuchen die Entsendung ihrer Angehörigen an die Front zu verhindern. Auch steigen die Zahlen der Fahnenflüchtigen.

Originalartikel:
http://www.rg.ru/2014/08/01/priziv-site-anons.html

Quelle:http://donbassfront.livejournal.com/

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