Die Ukraine-Reise US-amerikanischer „Akademiker“

Laut Informationen der „Bild am Sonntag“ nehmen Söldner einer privaten Militärformation aus den USA an der Strafoperation bei der ostukrainischen Stadt Slawjansk teil. Die ehemaligen Militärs, die gegen Sold Aufgaben in „neuralgischen Punkten“ erfüllen, sind Mitarbeiter einer umstrittenen US-amerikanischen Sicherheitsfirma. Ihre Söldner nahmen an Militärkonflikten im Irak und in Afghanistan teil. Diese Firma hieß damals Blackwater.

Die irakischen Behörden erhoben vor einem amerikanischen Gerichtshof Klage gegen die Firma, nachdem die „wilden Gänse“ 17 friedliche Bürger erschossen hatten. Obwohl das nicht die einzige unrühmliche Episode in der Geschichte dieser Organisation war, endete alles damit, dass die Firma einfach in „Academi“ umbenannt wurde. Gerade ihre Söldner kämpfen jetzt laut Medieninformationen gegen die Anhänger einer Föderalisierung im Südosten der Ukraine. Vorerst gibt es in den Medien keine Angaben, wer diesmal konkret als Auftraggeber der „Operation Academi“ auftritt. Es ist aber bekannt, dass die „Akademiker“ gewöhnlich ihre Aufträge vom US-Außenministerium oder von der CIA bekommen.

Das russische Außenministerium hatte noch im April darauf hingewiesen, dass an der Strafoperation im Südosten der Ukraine „rund 150 amerikanische Fachleute“ teilnehmen. Damals handelte es sich um die Organisation Greystone. Diese Firma wurde ebenfalls auf der Basis von Blackwater gegründet. Aber später wurde sie als selbstständige Firma registriert. Ihre Vertreter behaupten ebenso wie der Pressedienst von Academi kategorisch, es gebe keine „ukrainischen Verträge“. „Unter welchem Namen die Söldner auch auftreten, man kann ihre Präsenz in der Ukraine nun nicht mehr totschweigen“, äußerte der Vizepräsident des Zentrums für das Modellieren strategischer Entwicklungen, Grigorij Trofimtschuk:

„Alle sahen, in welchem Zustand Kiews Sicherheits- und Streitkräfte sind. Danach trat plötzlich eine drastische Wende ein. Die Beobachter lächelten nicht mehr über die Kaltverpflegung, mit der Amerika Jazenjuk versorgte. Damals entstanden die „Jaguar“-Einheiten. Sie wurden teilweise aus ukrainischen Bürgern gebildet, aber es gab in ihnen bereits Vertreter westlicher paramilitärischer Strukturen. Es werden viele verschiedene Namen, darunter auch Blalckwater, genannt. Wir können nur feststellen: Das Verhalten der Streit- und Sicherheitskräfte zeugt davon, dass Armeeangehörige westlicher privater Firmen teilweise an diesen Operationen teilnehmen. Die Frage besteht darin, wann und inwieweit dieses Verhältnis geändert wird.“

Es ist klar, dass Washington nie offiziell zugeben wird, dass es Söldner in die Ukraine entsandt hat. Bisher ist es ihnen gelungen, ihre Präsenz mehr oder weniger zu tarnen. „Der Grund für diese Geheimhaltung ist offensichtlich“, sagte der Experte für die Staaten des postsowjetischen Auslandes Alexander Guschtschin:

„Wenn Leute der Bürgerwehr Söldner gefangen nehmen sollten, dann bekäme Russland einen großen Trumpf: Dann würden die Amerikaner zeigen, dass sie faktisch eine Seite des Konfliktes sind. Es ist eine andere Sache, dass sie sagen werden, das sei eine inoffizielle Struktur, privat geworbene Söldner, der Staat kontrolliere diese Firma nicht. Betrachtet man den Ruf dieser Organisation, würde das ein weiteres Mal beweisen, dass der Westen und in erster Linie die Amerikaner eine Seite des Konfliktes sind.“

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