http://www.hintergrund.de/201405053091/globales/kriege/odessa-keine-tragoedie-sondern-ein-gezieltes-progrom.html

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung –

Von SEBASTIAN RANGE, 5. Mai 2014 –

Die Gewalteskalation in Odessa, bei der am Freitag über vierzig Menschen starben, war – so Beobachter vor Ort – keine Tragödie, das Verbrennen Dutzender Menschen keine Verkettung unglücklicher Umstände. Es war ein kaltblütig organisiertes Massaker durch faschistische Kräfte. Der paramilitärische Rechte Sektor hatte Hunderte seiner Anhänger, die sich zumeist aus der Ultraszene eines Charkower Fußballclub rekrutieren, nach Odessa geschickt. Dort taten sie sich mit örtlichen Ultranationalisten zusammen, um in die Schlacht zu ziehen.

„Schon zu Anfang (…) fiel unter den gewöhnlichen rechtsradikalen Fußballfans eine Gruppe gut ausgerüsteter Kämpfer mit Schilden, Helmen, Knüppeln, Luft- und Infanteriewaffen auf“, heißt es in einem Bericht der linken ukrainischen Organisation Borotba. (1)

Ziel der rechten Kämpfer war ein von Gegnern der Kiewer Putschregierung nach Vorbild des Maidan errichtetes Zeltlager vor dem Gewerkschaftshaus, das entgegen der Darstellung einiger Medien nicht zuvor von „prorussischen Aktivisten“ – wie auch kein anderes Gebäude ein Odessa – besetzt worden war.

Die Aktivisten des Protestcamps, viele davon Ältere und Frauen, waren unbewaffnet und den rund eintausend gut organisierten Angreifern hoffnungslos unterlegen.

Unter Einsatz von Schusswaffen, Gasgranaten und Molotowcocktails trieben die nationalistischen Angreifer die Menschen in das Gewerkschaftshaus, nachdem das Zeltlager abgebrannt worden war. (2) Doch die Zufluchtstätte wurde zu einem Massengrab, als die Faschisten unter Parolen wie „lasst sie uns abfackeln“ oder „alle bis auf den Letzten umbringen!“ Feuer legten und dafür sorgten, dass niemand die Ausgänge verlassen konnte. (3) Herbeieilende Feuerwehrwagen wurden von den Maidan-Anhängern in Beschlag genommen, um den Löscheinsatz zu verhindern. (4) Auch sonst waren die Ereignisse von bestialischen Szenen geprägt. Viele von denen, die sich vor den Flammen durch einen Sprung  ins Freie retten wollten, wurden Opfer eines regelrechten Blutrausches, in den sich die Faschisten gesteigert hatten: Sie erschlugen ihre Opfer wie Vieh. (5)

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