Auf dem rechten Auge blind?

     

Die Heinrich-Böll-Stiftung beherbergt in Berlin eine „Euromaidan Wache“. Deren Verhältnis zum ukrainischen Faschismus ist durchaus fragwürdig –

Von THOMAS EIPELDAUER, 8. Mai 2014 –

Am Samstag findet in Berlin eine Kundgebung statt. Unter dem Label „Marsch der Demokratie“ wollen sich – laut polizeilicher Anmeldung – etwa 400 Menschen am Berliner Potsdamer Platz versammeln, um auf die „äußerst schwierige Lage“ in der Ukraine aufmerksam zu machen. Eine von vielen Demonstrationen für den Kiewer Maidan und die proeuropäische Bewegung in der Ukraine, könnte man meinen.

Doch wie auf dem Maidan selbst ist die politische Ausrichtung der Organisatoren dieser Veranstaltung alles andere als lupenrein demokratisch. Die Finanzierung der Busse, die aus Köln, Leipzig, Frankfurt und Hamburg nach Berlin fahren und Demonstrationswillige zum Ort des Geschehens bringen sollen, wird über die Kontonummer einer Svitlana G. abgewickelt. Frau G., Exilukrainerin aus Frankfurt, spielt überhaupt in der Mobilisierung zum „Marsch der Demokratie“ die entscheidende Rolle.

Das Brisante dabei: Svitlana G. ist über ihre Profilseite in dem sozialen Netzwerk Facebook eng vernetzt mit Faschisten und Rechtsextremen vor allem aus der Ukraine, aber auch aus Russland. Dutzende, wenn nicht Hunderte ihrer Freunde und Freundinnen stellen auf ihren Profilseiten ihre Bewunderung für Bandera, einen notorischen  Hass auf alles Russische und ihre Sympathie für die Faschisten des Rechten Sektor – jener paramilitärischen Gruppierung, die schon auf dem Maidan den radikalsten und allzeit gewaltbereiten Part der prowestlichen Proteste ausmachte –- zur Schau. Frau G. selbst steht ihnen um nichts nach. Auch ihre eigene Seite zieren die Symbolfarben der Faschisten, Propaganda des Rechten Sektors und jede Menge Nationalismus. Das Foto eines Transparents faschistischer Jugendlicher aus Kiew, auf dem neben dem Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera auch der als ukrainischer Freiwilliger im Wehrmachtsbataillon Nachtigall tätige Roman Shukhevych zu sehen ist, kommentiert sie mit:„Danke, Brüder!“

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