Die NATO-Versteher und der Europarat

   

(6.5.2014) Sergej Lawrow, der russische Außenminister war heute beim Europarat in Wien „unbeeindruckt“, er demonstrierte „eine harte Haltung“ und sprach „fast abfällig“ über die Wahl, die am 25. Mai in der Ukraine stattfinden soll. So fasste der Privatsender Puls 4 die Visite in den Abendnachrichten zusammen, und dann analysierte Ex-Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP), dass Präsident Putin die Lage in der Ostukraine „auch nicht mehr im Griff habe“, mit „Betonung auf „auch“. Für Busek handelt es sich bei den Separatisten um „Terroristen“, die außerdem ihre Waffen ja auch von irgendwoher bekommen haben; schliesslich schießt man Hubschraube nicht so einfach ab.

Seltsam nur, dass sich Busek und andere nie Gedanken machten, wie die Rechtsextremen in Kiew und in der Ostukraine (die, die gegen „Separatisten“ vorgehen und in Odessa Menschen verbrannten) zu ihren nach Augenzeugenberichten für ukrainische Verhältnisse recht modernen Waffen gekommen sind. Und es ist bezeichnend, dass das Bemühen von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), so wenig es von einer deutlich erkennbaren NATO-Linie in den allermeisten politischen und medialen Kommentaren abweichen mag, sofort wieder kleingeredet wird, sowohl in Moderationen als auch von Busek.

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