Rettungsarzt beim Großbrand in Odessa als „Jude“ behindert und mißhandelt

Hallo, mein Name ist Igor Rosovskij, ich bin 39 Jahre alt und lebe in der Stadt Odessa. Seit 15 Jahren arbeite ich als Notarzt im Rettungsdienst.
Sie wissen, dass Gestern in unserer Stadt eine schreckliche Tragödie sich ereignet hat, Menschen haben Men
schen getötet. Getötet wurden sie brutal – lebendig verbrannt. Nicht unter Alkoholeinfluss, nicht wegen Omas Erbe, nur deshalb, weil sie nicht die politische Ansichten der Neonazis teilten.

 

Erst wurden sie brutal verprügelt, dann verbrannt. ( Über 40 Menschen verbrannten im Gewerkschaftshaus in Odessa, nachdem Faschisten des Rechten Sektors und Hooligans das mit Antifaschisten besetzte Gebäude in Brand gesteckt hatten.)  

Als Arzt habe ich mich beeilt denen zu helfen die man noch retten konnte, aber die Schläger haben mich nicht gelassen, versperrten mir den weg. Einer von denen hat mich grob weggeschupst, und versprach mir, dass mich und die anderen Juden aus Odessa dasselbe Schicksal erwarte.
Ich habe einen jungen Mann gesehen, den hätte man retten können, wenn ich ihn ins Krankenhaus hätte mitnehmen können. Die versuche mit den Schlägern zu Reden, wurden mit dem Schlag ins Gesicht und dem Verlust meiner Brille beendet.
In den 15 Jahren habe ich einiges gesehen aber gestern wollte ich weinen, nicht von den Schmerzen oder Erniedrigung, sondern wegen der Machtlosigkeit, dass ich nicht helfen kann.
In meiner Stadt hat sich etwas ereignet, das gab es nicht mal während der faschistischen Okkupation.

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