Panzer und Kopfgeldprämien – Wie die Ukraine weiter zerrüttet wird

Ulrich Heyden 24.04.2014

Kann man Panzer gegen die eigene Bevölkerung losschicken und Kopfgeldprämien gegen die Opposition ausschreiben? In der Ukraine, wo Oligarchen die Politik bestimmen und der schnelle Gewinn zählt, geht das

„Kinder, wollt ihr Piroggen?“, fragte eine Frau in rosa Jacke Soldaten einer ukrainischen Luftlandeeinheit, die letzten Mittwoch in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk einrückte (Was ist los in der Ostukraine?). Die Frau brauchte nicht lange warten. Sogleich kam ein junger Soldat angestratzt und nahm die Tüte mit den Piroggen mit einem herzlich „Spasibo“ entgegen. Wenn man sich die Berge mit den von der Bevölkerung geschenkten Lebensmitteln auf den Schützenpanzern so anguckte, konnte man glauben, dass in Kramatorsk Volkshelden eingerückt waren. Doch mit ihren Essensspenden an die hungrigen Männer wollten die Anwohner nicht mehr erreichen, als dass die Soldaten möglichst schnell wieder aus der Stadt verschwinden. Als Geiseln von „Terroristen“, die befreit werden müssen, fühlen sich die Einwohner der Stadt Kramatorsk mit ihren 165.000 Einwohnern nicht.

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