das GedenkenBild darf niemals nachlassen.
Darum hier zwei  eMails, von Kazuhiko Kobayashi aus Japan.
Diese haben mich in den letzten Wochen erreicht, ich komme jedoch werst jetzt dazu sie weiterzuleiten.

Herr Kobayashi war im Herrbst letzten Jahres in Rostock, Güstrow und vielen anderen deutschen Städten zu Gast
und hat einen bewegenden Bericht über die Folgen der Katastrophe von Fukushima und die Menschen in Japan gegeben.

In der älteren Mail, könnt ihr lesen, wie viele Spenden Herr Kobayashi insgesamt gesammelt hat und was mit dem Geld passiert.
In der jüngeren eine eindringliche Mahnung.

Passend dazu, ein recht aktueller Artikel unseres Rostocker Jung Fabian Lambeck aus dem ND,
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Japan1/fukushima.html

Nichts soll strahen außer Lächeln und Augen.

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Der Tag der 2 Katastrophen
Datum: Wed, 12 Mar 2014 21:46:42 +0900
Von: Kazuhiko Kobayashi <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
An: Kobayashi Kazuhiko <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
-------------------------------------
Der Tag der 2 Katastrophen
-------------------------------------

Gestern vor 3 Jahren war der Tag der 2 Katastrophen, die viele unschuldige
Menschen in die unerwartete Lebensnot getrieben haben. Der Tag von den 2
Katastrophen, von denen die eine von der Naturgewalt, die andere 
von der Verantwortungslosigkeit bestimmter macht- und geldgieriger 
Menschentypen verursacht wurde.
Zumindest hätte diese zweite Katastrophe vermieden werden können, wenn
diese Menschentypen nicht gewesen wären. Und gerade diese zweite Katastrophe
ist noch viel verheerender, folgenschwerer, da deren Schäden nicht nur in einem
begrenzten Raum und Zeit entstehen und enden, sondern sich unbegrenzt
überall weiter verbreiten und halbewig fortsetzen.
 
Schwer betroffen sind dabei vor allem die schwachen, die sich nicht schützen
können: gutmütige einfache Bürger, alte hilfsbedürftige Menschen,
junge verzweifelte Mütter, da sie ihre eigenen Kinder nicht schützen können,
aber am schwersten die unschuldigen Kinder selbst, da sie sich gegen dieses 
Verbrechen von den verantwortungslosen Erwachsenen nicht wehren können 
und ihre noch nicht gelebte ganze Zukunft in ständiger Furcht vor radioaktiven Folgeschäden leben müssen...... Im Grunde aber noch am allerschwersten 
betroffen sind solche, die noch nicht zum Leben erwacht sind, sondern 
irgendwann in Zukunft erst das Licht der Welt erblicken!!! Denn sie werden 
nichts mehr viel von der einst schön und reich geblühten Natur erleben können. 
Sie werden sehen müssen, wie die Natur von ihren Vorfahren bereits ausgeraubt, zerstört und verseucht worden ist.

Weltweit wird überhaupt eine sehr schwierige Zeit auf uns zukommen.

Die Expansionspolitik der Atomkraftwerke wird von den ganzen 
verbrecherischen internationalen Atomorganisationen weiter vorangetrieben 
und die Zahl der gesamten Atomkraftwerke in der Welt wird weiter steigen, 
sogar auch in Europa insbesondere durch Neubau in osteuropäischen Ländern.

Die atomare Verseuchungsgefahr in Europa kann sogar in Zukunft steigen!!!! 

Es sind so viele Menschen, die keine drohende Gefahr sehen wollen, weil es 
ihnen noch nicht direkt weh tut, weil ihre momentane Bequemlichkeit mehr 
wert ist als das Leben unserer Kinder, unserer Enkelkinder, mehr wert als 
unzählige Leben dieser einmalig schönen Erde und Natur.

Lernt endlich von "Tschernobyl" und "Fukushima"!
Oder wollt Ihr solange warten, bis es Euch und Euren eigenen Kindern weh tut?!
Dann wird es aber schon zu spät sein...... Denn bis dahin wird ohnehin schon
alles verloren sein.....

Solidarische Grüße aus Tokyo
Kazuhiko Kobayashi, 12-1-1108, Chuo-Honcho-3chome, Adachi-ku, Tokyo, Japan 121-0011
Email: kleinerhain@gmail.com / soundio-2@k7.dion.ne.jp



——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Meldung von Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo
Datum: Tue, 4 Mar 2014 20:08:48 +0900
Von: Kazuhiko Kobayashi <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
An: Kobayashi Kazuhiko <soundio-2@k7.dion.ne.jp>

===========================================                                          

MELDUNG VON KAZUHIKO KOBAYASHI AUS TOKYO

===========================================

 

Betr.: Spendenbericht aus meiner Vortragsreise im Herbst 2013
          (vom 3.Nov.2013 bis zum 6. Dez. 2013) 

Tokyo, 04. März 2014

Meine lieben Freundinnen und Freunde,

 

die Zeit vergeht so schnell und ich fühle mich nun dringend verpflichtet,

Euch zumindest über die Spenden für die Kinder in Fukushima zu berichten,

die ich während meiner Vortragsreisetour Herbst 2013 über 28 deutsche

Städte und eine Stadt in Frankreich erhalten habe und zuzüglich noch

die Spenden, die sich vor dem Start meiner Vortragsreise auf dem

Spendenkonto gesammelt hatten und von mir abgehoben worden waren.

 

Einigen von Euch müssen die Informationen teilweise schon durch meine

einzelnen Emails bekannt sein, aber wie gesagt, nur teilweise. Nun mache

ich Euch allen folgenden Bericht über den bisherigen Ablauf.

 

1. Die gesamten Spendenbeträge:

  

           umgetauscht in Yen: 1,939,013-

 

(Details:)

1.1 Die Spenden, die ich bei meinen Vorträgen (3.Nov. bis 6.Dez.2013)

   direkt erhalten habe, sind insgesamt: EUR: 12,402.17

1.2 Die Spenden, die sich vor dem Start meiner Vortragsreise auf dem

   Spendenkonto gesammelt hatten und von mir abgehoben wurden,

   sind insgesamt: EUR: 1,725.–

1.3 Der gesamte Betrag, den ich diesmal nach Japan mitnahm, war

   also EUR: 14,127.17, dann anschließend am Tag der Ankunft

   im Flughafen TOKYO-NARITA in Yen umgetauscht: 1,939,013-

 

2. Spendenzweck:

 

  Die Spenden sollen den durch radioaktive Strahlungen gefährdeten Kindern

  in Fukushima zugute kommen.

 

3. Spendenempfänger:

 

  Spendenempfänger müssen solche sein, die ehrenamtlich nur zugunsten von

  den durch radioaktive Strahlungen gefährdeten Bürgern, insbesondere von den

  Kindern in Fukushima arbeiten und keinesfalls zugunsten bestimmter

  politisch-ideologischer Gruppen.

4. Überreichung der Spenden:

 

  Wie ich bei meinen Vorträgen mitgeteilt habe, plante ich diesmal

  folgenden beiden Bürgerinitiativen jeweils ca. die Hälfte von den

  Spenden zu übergeben.

 

4.1 „TARACHINE“, eine Institution, die sich mit Spenden finanziert und

    als eine radioaktive Meßstation und auch als eine kleine Klinik für die

    radioaktive Untersuchung und Beratung von Erwachsenen und

    Kindern in Fukushima arbeitet.

 

    http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html

 

    Ich habe einen von den Gründern dieser Institution am 11. März 2012

    bei seinem Vortrag in Tokyo kennengelernt und traf ihn auch im

    Mai 2013 in Fukushima und besuchte auch die Institution und die Klinik.

 

    Mein Plan, die Hälfte der Spenden dieser Klinik zu übergeben, kam aber

    sehr bedauerlicherweise aus einem unerwarteten Grund nicht zustande.

 

    Nun bin ich auf der Suche nach einer neuen sinnvollen

    Spendeneinsatzmöglichkeit und habe bereits eine solche im Auge.

 

    ====================================================

    Ausführlicher Bericht darüber ist unten in diesem Schreiben zu lesen.

    ====================================================

 

4.2 Hoyo(auf Deusch:Kur)-Net-Yokohama

 

    Das ist eine kleine Bürgerinitiative mit dem Sitz in Yokohama:

   

    Anschrift: 2-24-45 Osone, Kohoku-ku, Yokohama-shi, 222-0003 Japan

    Gründung: 3. Feb. 2013

    Gründungspersonen: 4 ( Frau Mitsuko Ikeuchi, Vorstand, sowie

                        Frau Michiko Sasaki, Frau Masako Nishioka,

                        Frau Fukiko Nagano)

    Weitere ehrenamtliche Helfer: ca. 20 Personen

    Zweck der Gründung: die Einladung von Kindern und deren Familien

                      in Fukushima zu einem kostenlosen Aufenthalt

                      für die Erholung im Kurort auf der Halbinsel „IZU“

                      (Präfektur Shizuoka), entfernt südwestlich ca. 350KM

                      von der Präfektur Fukushima bzw. westlich ca. 100KM

                      von Tokyo.

 

    * Diese Bürgerinitiative ist der Nachfolger der vorangegangenen Organisation

      „Projekt für die Zukunft der Kinder – Yokohama“, die am 23.April 2012

      gegründet wurde und am 3. Feb. 2013 endete.      

 

    Die Lage des Kurortes:

 

    Das Kurhaus ist ein sehr großes, altes Haus, das ca. 20 Menschen aufnehmen

    kann und gelegen mitten im Grünen und in der Nähe des Pazifischen Strandes.

    Die Stadt heißt Kawazu-cho, gehört der Präfektur SHIZUOKA an.

        

 

    Einladung von Bürgern mit Kindern aus Fukushima:

 

    Die Bürgerinitiative Hoyo(auf Deusch:Kur)-Net-Yokohama sammelt Spenden

    und lädt damit Bürger mit Kindern aus Fukushima zum Kurort Kawazu-cho

    auf der Halbinsel IZU / Präfektur Shizuoka ca. für 7 bis 10 Tage während der

    Sommerzeit (Ende Juli bis Anfang August). Alle Kosten(einschl. Reisekosten)

    für die Eingeladenen werden von der Bürgerinitiative übernommen.

    Alle Arbeiten für Planung, Organisierung und Durchführung werden von

    den 4 Hauptmitgliederinnen der Bürgerinitiative sowie 20 weiteren

    freiwilligen Helferinnen und Helfern durchgeführt.

 

   

   

Die Übergabe der Spendensumme Yen: 800,000.- an die Bürgerorganisation

„Hoyo(:Kur)-Net-Yokohama“ fand am 26. Feb. 2014 im Büro der

Abgeordneten des Yokohama-Stadtparlaments, Frau Sakura Inoue, statt,

die als eine parteiunabhängige Atomgegnerin bekannt ist.   

 

Foto der Spendenübergabe an die Bürgerinitiative Hoyo-Net-Yokohama

am 26.Feb.2014:    

 

   

Foto des Spendesgeldes und der schriftl. Übergabe-bzw.

Empfangsbestätigung am 26.02.2014

 

   

Das alte Kurhaus

 

Vom Kurhaus zum Pazifik zu Fuß ca. 30 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos im Sommer 2012 und 2013:

 

Empfangsfeier mit dem Schild „Ihr alle aus Fukushima seid willkommen in Izu“

 

 

Bei künstlerischer Handarbeit

 

 

Spielen in einem Fluß

 

 

 

 

 

 

Am Pazifik

 

 

Beim Lunch

 

 

Puppentheater

 

 

 

   

5. Problem mit den 2 Kliniken in Fukushima und neue Spendeneinsatzüberlegung:

 

5.1 Es gibt meiner Kenntnis nach in der Präfektur Fukushima nur 2 Kliniken,

   die von freien Bürgern bzw. bürgerlichen Organisationen für die radioaktiv

   gefährdeten Bürger, insbesondere für Kinder gegründet worden sind und zum

   großen Teil mit ihren Spenden finanziert werden. Sie kämpfen gegen den Druck

   des die Atompolitik vorantreibenden Dreierbündnisses von der Regierung,

   den Ministerien und Atomlobbies und führen an den Bürgern und den Kindern

   in Fukushima die unabhängige radioaktive Untersuchung durch.

 

   Warum so wenig? Der Grund ist der Druck, den die japanische Regierung
   auf alle Ärzte in der Präfektur Fukushima über deren medizinische Hochschule
   indirekt ausübt, die Bürger wegen aufgenommener radioaktiver Strahlungen
   nicht einzeln individuell zu untersuchen. Daher sind die Ärzte, die bei diesen
   2 Kliniken ehrenamtlich arbeiten, alle solche, die außerhalb von der Präfektur
   Fukushima wohnen und nur freiwillig abwechselnd zu den Kliniken kommen.

5.2 „Clinic-Fukushima“ (auf japanisch „Fukushima Kyoodoo Shinryoojo“),

    die eine von den oben genannten 2 Kliniken:

   HP-Adresse:  Sie können die HP von der Klinik in Englisch lesen:
   http://www.clinic-fukushima.jp/english/
   Spendenkontonummern dieser Klinik sind auch in der o.a. HP angegeben.

   Wie oben unter 1. schon kurz erwähnt, werden seit dem 11. März 2011

   alle Ärzte in der Präfektur Fukushima von der Regierungsseite unter Druck

   gesetzt und dazu veranlaßt, von vornherein individuelle Untersuchung von

   Bürgern, insbesondere von Kindern wegen möglicher radioaktiver

   Verstrahlung abzusagen, mit der Begründung, daß die Untersuchung nicht

   nötig sei, da die in Fukushima gemessenen radioaktiven Werte(außerhalb

   der Evakuierungszone) für alle Bürger einschließlich für die Kinder und

   Babies gesundheitlich völlig unbedenklich seien. Sie sind von dem

   Universittskrankenhaus der Präfektur Fukushima auch dazu veranlaßt,

   sie darauf hinzuweisen, um sich dann dort untersuchen zu lassen, wenn

   sie es wünschen.

   Und dieses Universitätskrankenhaus vertritt gerade das Interesse

   der Regierung und versucht, alle Ärzte in der Präfektur Fukushima

   unter Kontrolle zu halten und untersucht Bürger, insbesondere Kinder

   wegen ihrer radioaktiven Exponiertheit entweder selbst oder bei den

   unter seiner Kontrolle stehenden Stellen untersuchen zu lassen.

   Und sie tun es in aller Schnelle – ein paar Minuten pro Kind -, erklären
   in der Regel, „die Sache sei unbedenklich“, ohne den Eltern ausreichende

   Auskunft über das Untersuchungsergebnis zu geben.

   Um dagegen zu wirken, wurde die Clinic-Fukushima am 1. Dezember 2012
   von einzelnen Bürgern und Bürgerorganisationen mit ihren Spenden

   zu dem Zweck gegründet, Bürger, insbesondere Kinder mit modernsten

   medizinischen Anlagen sorgfältig zu untersuchen und sie entsprechend

   den Ergebnissen richtig zu beraten sowie die Untersuchungsdaten sorgfältig

   zu sammeln und diese mit den von der Regierungsseite veröffentlichten

   Daten zu vergleichen, gegebenenfalls die Differenzen bekanntzugeben,

   damit die Öffentlichkeit in Japan von der Wahrheit informiert wird.

5.3 Anti-Atom-Bewegungen in Japan als Hintergrund:

   Seit dem Ausbruch der Fukushima-Katastrophe sind in Japan verschiedene  

   Anti-Atom-Bürgerbewegungen entstanden. Sie sind im Grunde aus

   folgenden 4 verschiedenen Gruppierungen:

   -1. Rein-bürgerliche Initiativen
   -2. Eine von der japanischen kommunistischen Partei unterstützte    

      Anti-Atom-Organisation
   -3. Eine von der japanischen sozialdemokratischen Partei unterstützte    

      Anti-Atom-Organisation
   -4. Anti-Atom-Organisationen, die von verschiedenen politisch-

      ideologischen Gruppen gegründet bzw. unterstützt werden.

   Dabei habe ich immer meine Meinung vertreten, daß alle Anti-Atom-

   Organisationen und einzelne Anti-Atom-Kämpfer über ihre einzelnen

   Meinungsunterschiede hinaus ihre Kräfte zusammenbündeln sollen,

   um damit gegen die Atombetreiber wirksam zu kämpfen und unser

   gemeinsames Ziel – die Welt ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke –

   zu verwirklichen.

   Bedauerlicherweise ist der Gegenteil der Fall. Seit dem Herbst 2012

   gingen einerseits Anti-Atom-Demonstrationen in ganz Japan spürbar

   zurück, andererseits werden Disharmonien bzw.Spannungen unter den

   o.a. 4 Gruppierungen immer deutlicher.

5.4 Die Anti-Atom-Bewegungen und „Clinic-Fukushima“

   Nun ist es so, „Clinic-Fukushima“ wird verwaltet durch ein Gründungskomitee,
   das aus Einzelpersonen sowie Mitgliedern überregionaler Anti-Atom-

   Organisationen besteht, die zum Teil zu einer extrem links eingestellten

   politischen Gruppe „Chuukakuha“ (oder „Chukakuha“) in Japan gehören,

   deren Ziel darin besteht, Japan durch Revolution, gegebenenfalls mit Gewalt,

   in ein total-kommunistisches Land umzuwandeln.

   Daher wird „Clinic-Fukushima“ immer mehr von anderen Bürgerinitiativen

   über ihr Verhältnis zu der extrem linken Organisation „Chuukakuha“ gefragt

   und dabei gleichzeitig die Befürchtung von ihnen geäußert, ob sie von der

   Gruppe Chuukakuha für ihr Interesse instrumentalisiert werden könnte.

   Ich habe „Clinic-Fukushima“ seit ihrer Gründung im Dezember 2012

   mit den Spenden (insgesamt ca. 13.000.– Euro) unterstützt, die ich

   bei meinen Vorträgen in Europa gesammelt hatte, da ich die Funktion

   der Klinik für unbedingt richtig und notwendig gehalten habe,

   um den Bürgern und den Kindern in Fukushima zu helfen. Außerdem

   habe ich selbst gesehen, daß sie ihre wichtigen Aufgaben tadellos erfüllt

   und die freiwilligen Ärzte trotz des Druckes von der Regierungsseite

   ihre Arbeit sehr gewissenhaft und mutig durchführen. Darüberhinaus

   kann ich bestätigen, daß die Menschen aus „Chuukakuha“, die ich selbst

   persönlich kennengelernt habe, alle sich durchaus kooperativ und

   demokratisch verhalten haben.

   Dennoch sah ich, daß „Clinik-Fukushima“ und dessen Gründungskomitee
   von anderen Anti-Atom-Bürgern und deren Organisationen in Japan

   zunehmend vermieden werden und zwar aus der Befürchtung, daß deren

   Unterstützer, die zum größeren Teil aus der politisch extrem links

   orientierten Organisation „Chuukakuha“ stammen, sie zu ihrem politischen

   Zweck mißbrauchen könnten.

   Ich habe selbst aus verschiedenen Quellen zu wissen bekommen,

   daß über mich folgendermaßen geredet wird – teilweise sogar auch

   in Deutschland: Kobayashi arbeitete eng mit dem Gründungskomitee

   von „Clinik-Fukushima“ und mit der Organisation „Chuukakuha“,

   wäre daher auch ein linker Extremist, obwohl ich mich stets von allen

   politischen Organisationen bewußt frei gehalten habe.

   Da die Kritik vieler anderer japanischer Anti-Atom-Bürgerinitiativen

   schließlich immer lauter wurde, habe ich mich im September 2013
   an 2 Menschen, die zu dieser extrem linken Gruppe gehören, gewandt

   und sie über ihre Stellung zu der Klinik gefragt.

   Ihre Antwort war: sie kämpfen gegen die bestehende, kapitalistische

   Welt der Industrieländer und bejahen sogar schließlich auch

   die Gewaltanwendung, um ihr marxistisch-kommunistisches Ziel

   in Japan, sogar darüber hinaus in der ganzen Welt zu erreichen.

   Für sie sei die „Clinik-Fukushima“ deswegen untrennbar von ihrer

   politisch-ideologischen Zielsetzung.

 

   Als ich diese Antwort von ihnen bekam, war ich zutiefst bestürtzt.

   Ich habe daher anschließend das Komitee gebeten, mir schriftlich

   zu bestätigen, daß „Clinik-Fukushima“ politisch völlig frei und

   unabhängig ist, um damit von breiten Kreisen japanischer Bürger

   Unterstützung bekommen zu können.

   Aber das Komitee ist zu meinem tiefsten Bedauern auf meine Bitte

   nicht eingegangen. Daher konnte ich nicht anders reagieren, als mich

   von der Klinik zu trennen, weil ich meinen ausländischen Spendern

   gegenüber nicht garantieren kann, daß die Klinik von dieser radikalen

   linken Gruppe Chuukakuha nicht instrumentalisiert wird.

   Der eine von den 2 Männern von der Organisation Chuukakuha,

   die auf meine Frage antworteten, hieß Nobuo Manabe. Er gehört

   zu einer japanischen Eisenbahngewerkschaft „Dooroo-Chiba“,

   spricht gut Deutsch und kommt regelmäßig nach Deutschland.

   Auch im letzten Jahr war er in Deutschland mit Herrn Oda und

   Frau Shiina, die mit ihm politisch gleich gesinnt sind. Sie haben

   mir auch bei meiner Reportagereise mit Herrn Neureuter in Japan

   sehr viel geholfen. Sie waren mir alle sehr freundlich und ich hatte

   durchaus ein freundliches Verhältnis zu ihnen. Darum umsomehr

   war es mir schmerzhaft, daß ich mich schließlich auch von ihnen

   trennen mußte. Ich konnte aber nicht anders reagieren, denn es ging

   um eine sehr prinzipielle Angelegenheit.

 

5.5 „Tarachine“ (Altes japanisches Wort, bedeutet „Mutter“) , nämlich,

   die andere von den 2 Kliniken in der Präfektur Fukushima, die von

   Bürgern und Bürgerorganisationen gegründet und mit ihren Spenden

   unterstützt werden.

   HP lautet,  http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html

 

   Sie ist in der Stadt IWAKI von der Präfektur Fukushima und tut

   im Grunde die gleiche Arbeit wie die „Clinic-Fukushima“.

 

   Ich kannte seit März 2012 einen von den Gründern dieser Klinik

   und besuchte sie im Mai 2013 auf meiner Reportagereise in Fukushima.

   Sofern konnte ich mich selbst vergewissern, daß sie ihre wichtige

   Aufgabe richtig durchführt. Sie ist mit allen nötigen technischen

   Untersuchungsanlagen ausgestattet und inzwischen kommen einige

   Ärzte ehrenamtlich von außerhalb der Präfektur Fukushima regelmäßig

   in die Klinik, besuchen aber auch Patienten außerhalb der Klinik, die

   von ihr weit entfernt wohnen.

 

   Fast alle Ärzte in Fukushima sind leider gelähmt unter dem Druck der

   Regierungsseite und folgen nur ihren Worten und haben keinen Mut,

   an der Seite von den leidenden Bürgern und Kindern zu arbeiten.

   Übrigens, diese Klinik ist eigentlich hinterher entstanden. Zuerst wurde

   eine Forschungsstation mit verschiedenen Meßgeräten für radioaktive

   Strahlungen gegründet, zum Zweck, radioaktive Werte an Lebensmitteln

   genau zu messen, auch auf Wunsch von einzelnen Bürgern, da die Werte,

   die von der Regierungsseite veröffentlicht werden, nicht unbedingt

   zuverlässlich und ausreichend sind.

   So plante ich fest im voraus, wie ich auch auf meiner Vortragsreise bekannt

   gab, die Hälfte von den Spenden dieser Klinik „Tarachine“ zu überreichen.

 

   Nun, im Februar 2014 kam ich endlich dazu, Kontakt mit einem der

   Gründer der Klinik, den ich persönlich kannte, aufzunehmen und ihn

   über meine Absicht zu informieren. Seine Reaktion war auch sehr positiv

   und wir wollten meinen Besuchstermin bei der Klinik abstimmen.

 

   Nach einer Weile bekam ich aber eine Antwort von ihm, sie heißt nämlich,

   er bedaure es sehr, daß er unerwartet von seinen anderen Mitgründern

   und den Beschäftigten des Klinikbüros eine negative Reaktion bekommen

   habe. Mein Spendenangebot an die Klinik wurde von deren Mitgliedern

   und den Beschäftigten des Büros mit der Begründung abgelehnt, daß ich

   die andere Klinik „Clinic Fukushima“ mit den Spenden aus meinen

   früheren Vortragsreisen unterstützt habe, die zum Teil mit Hilfe von einer

   politisch extrem links orientierten japanischen Gruppe „CHUUKAKUHA“

   gegründet worden ist. Daher bestehe eine Befürchtung, daß ein Teil von den

   bestehenden Spendern für die Klinik „TARACHINE“ aus Protesten

   weitere Spendenunterstützung weigern wird, falls sie Spenden von einer

   Person annehmen würde, die einmal die andere politisch extrem links

   eingestellte Klinik unterstützt hat.

 

5.6 Gemeinsame Rettungsbereitschaft von den radioaktiv gefährdeten Bürgern

   und Kindern verschwindet hinter politischen und ideologischen Streitigkeiten:

 

   Ich möchte nicht bezweifeln, daß die freiwilligen Ärzte der beiden

   Kliniken ihre Aufgaben korrekt durchführen und den verzweifelten

   Menschen in Fukushima mit Rat und Tat zur Hilfe stehen. Aber ebenso

   ist es die Tatsache, daß diese 2 Kliniken in der Präfektur Fukushima

   mit ca. 1.95Mio Einwohnern nicht mehr als „ein Tropfen auf dem

   heißen Stein“ sein können und dennoch nicht bereit sind, einander

   zu helfen und gemeinsam für die Rettung von den radioaktiv

   gefährdeten Bürgern und Kindern zu arbeiten.

 

   Die politisch-ideologischen Streitigkeiten innerhalb von den

   japanischen Antiatomorganisationen werden immer stärker und

   erschweren die ohnehin schwierigen Kämpfe gegen die Atommafias

   in Japan dadurch noch erheblich stärker.

 

   Zu meinem großen Bedauern habe ich diesmal mit den beiden Kliniken

   ein typisches Beispiel dafür erleben müssen.

 

5.7 Ein neuer Spendeneinsatz in Überlegung:

 

   Während ich mit dem o.a. Klinikspendenproblem konfrontiert war,

   wurde ich zufällig darauf aufmerksam, daß viele Fluchtfamilien aus

   Fukushima unter Existenznot leiden. Unter den ca. 78,000 Flüchtlingen

   aus Fukushima – seit dem 11.3.2011 – sind sehr viele solche Menschen,

   die flohen, um vor allem ihre eigenen Kinder vor radioaktiver Gefahr

   zu retten, obwohl sie wußten, von der Regierungsseite und dem

   Stromkonzern keine finanziellen Hilfen erwarten zu können und sofort

   in drohende Existenznot zu geraten, weil sie schließlich durch die Flucht

   ihre Jobs und somit ihre finanzielle Basis verlieren oder getrenntes

   Eheleben dulden müssen, da die Männer in Fukushima weiterhin ihre Jobs

   behalten und Geld für ihre Familien verdienen müssen. Sie sind meistens

   jünge Mütter und Väter, die aus ihrer Verantwortung gegenüber ihren

   Kindern handelten und deren Lebenssicherheit allen anderen vorzogen.

   Sie sind ohne eigene Schuld von den eigentlichen schuldigen Tätern

   in Stich gelassen. Frauen mit kleinen Kindern leben oft getrennt von

   ihren Männern oder sie sind zwar zusammen, leben aber in großer

   Existenznot. Sie leben in fremder Umgebung oft einsam und isoliert,

   es kommt sogar immer wieder vor, daß viele Bürger die Flüchtlinge

   aus falschem Vorurteil vermeiden, von ihnen radioaktiv angesteckt

   zu bekommen. Sofern brauchen gerade diese Fluchtfamilien

   dringend Hilfen. Dennoch gibt es z.B. kein gut funktionierendes,

   größeres Kommunikationsnetzwerk, das diese Fluchtfamilien und

   auch freiwillige Helfer bindet.

 

   Aufgrund dieser Lage denke ich daran, in den kommenden Monaten mit

   entsprechenden Organisationen und auch einigen Fluchtfamilien Kontakt

   aufzunehmen und auf der Basis von deren Informationen eine neue und

   sinnvolle Spendeneinsatzmöglichkeit zu suchen.

 

   Ich hoffe, daß all diejenigen, die mir die Spenden anvertraut haben, mit

   meiner oben erwähnten Vorgehensweise einverstanden sind.

 

   Viele Grüße aus Tokyo

   Kazuhiko Kobayashi
   12-1-1108, Chuo-Honcho-3chome, Adachi-ku,
   Tokyo 121-0011
   Tel: +81-3-3889-0108  Mobile: +81-90-2479-0092
   Email: kleinerhain@gmail.com / soundio-2@k7.dion.ne.jp

 

  

============================================================
Ich schicke diese Email an alle bei mir registrierten Adressen von meinen Anti-Atom-und

Umweltschutzfreundinnen und -freunden in Deutschland,

Schweiz und Österreich.
Wer von ihnen nicht meine Rundschreiben zugeschickt bekommen möchte, möchte

kurz an mich zurückschreiben mit dem Satz „bitte, kein Rundschreiben schicken!“.
============================================================

 

das Gedenken daran darf niemals nachlassen.
Darum hier zwei  eMails, von Kazuhiko Kobayashi aus Japan.
Diese haben mich in den letzten Wochen erreicht, ich komme jedoch werst jetzt dazu sie weiterzuleiten.

Herr Kobayashi war im Herrbst letzten Jahres in Rostock, Güstrow und vielen anderen deutschen Städten zu Gast
und hat einen bewegenden Bericht über die Folgen der Katastrophe von Fukushima und die Menschen in Japan gegeben.

In der älteren Mail, könnt ihr lesen, wie viele Spenden Herr Kobayashi insgesamt gesammelt hat und was mit dem Geld passiert.
In der jüngeren eine eindringliche Mahnung.

Passend dazu, ein recht aktueller Artikel unseres Rostocker Jung Fabian Lambeck aus dem ND,
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Japan1/fukushima.html

Nichts soll strahen außer Lächeln und Augen.

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Der Tag der 2 Katastrophen
Datum: Wed, 12 Mar 2014 21:46:42 +0900
Von: Kazuhiko Kobayashi <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
An: Kobayashi Kazuhiko <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
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Der Tag der 2 Katastrophen
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Gestern vor 3 Jahren war der Tag der 2 Katastrophen, die viele unschuldige
Menschen in die unerwartete Lebensnot getrieben haben. Der Tag von den 2
Katastrophen, von denen die eine von der Naturgewalt, die andere 
von der Verantwortungslosigkeit bestimmter macht- und geldgieriger 
Menschentypen verursacht wurde.
Zumindest hätte diese zweite Katastrophe vermieden werden können, wenn
diese Menschentypen nicht gewesen wären. Und gerade diese zweite Katastrophe
ist noch viel verheerender, folgenschwerer, da deren Schäden nicht nur in einem
begrenzten Raum und Zeit entstehen und enden, sondern sich unbegrenzt
überall weiter verbreiten und halbewig fortsetzen.
 
Schwer betroffen sind dabei vor allem die schwachen, die sich nicht schützen
können: gutmütige einfache Bürger, alte hilfsbedürftige Menschen,
junge verzweifelte Mütter, da sie ihre eigenen Kinder nicht schützen können,
aber am schwersten die unschuldigen Kinder selbst, da sie sich gegen dieses 
Verbrechen von den verantwortungslosen Erwachsenen nicht wehren können 
und ihre noch nicht gelebte ganze Zukunft in ständiger Furcht vor radioaktiven Folgeschäden leben müssen...... Im Grunde aber noch am allerschwersten 
betroffen sind solche, die noch nicht zum Leben erwacht sind, sondern 
irgendwann in Zukunft erst das Licht der Welt erblicken!!! Denn sie werden 
nichts mehr viel von der einst schön und reich geblühten Natur erleben können. 
Sie werden sehen müssen, wie die Natur von ihren Vorfahren bereits ausgeraubt, zerstört und verseucht worden ist.

Weltweit wird überhaupt eine sehr schwierige Zeit auf uns zukommen.

Die Expansionspolitik der Atomkraftwerke wird von den ganzen 
verbrecherischen internationalen Atomorganisationen weiter vorangetrieben 
und die Zahl der gesamten Atomkraftwerke in der Welt wird weiter steigen, 
sogar auch in Europa insbesondere durch Neubau in osteuropäischen Ländern.

Die atomare Verseuchungsgefahr in Europa kann sogar in Zukunft steigen!!!! 

Es sind so viele Menschen, die keine drohende Gefahr sehen wollen, weil es 
ihnen noch nicht direkt weh tut, weil ihre momentane Bequemlichkeit mehr 
wert ist als das Leben unserer Kinder, unserer Enkelkinder, mehr wert als 
unzählige Leben dieser einmalig schönen Erde und Natur.

Lernt endlich von "Tschernobyl" und "Fukushima"!
Oder wollt Ihr solange warten, bis es Euch und Euren eigenen Kindern weh tut?!
Dann wird es aber schon zu spät sein...... Denn bis dahin wird ohnehin schon
alles verloren sein.....

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Email: kleinerhain@gmail.com / soundio-2@k7.dion.ne.jp



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Betreff: Meldung von Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo
Datum: Tue, 4 Mar 2014 20:08:48 +0900
Von: Kazuhiko Kobayashi <soundio-2@k7.dion.ne.jp>
An: Kobayashi Kazuhiko <soundio-2@k7.dion.ne.jp>

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MELDUNG VON KAZUHIKO KOBAYASHI AUS TOKYO

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Betr.: Spendenbericht aus meiner Vortragsreise im Herbst 2013
          (vom 3.Nov.2013 bis zum 6. Dez. 2013) 

Tokyo, 04. März 2014

Meine lieben Freundinnen und Freunde,

 

die Zeit vergeht so schnell und ich fühle mich nun dringend verpflichtet,

Euch zumindest über die Spenden für die Kinder in Fukushima zu berichten,

die ich während meiner Vortragsreisetour Herbst 2013 über 28 deutsche

Städte und eine Stadt in Frankreich erhalten habe und zuzüglich noch

die Spenden, die sich vor dem Start meiner Vortragsreise auf dem

Spendenkonto gesammelt hatten und von mir abgehoben worden waren.

 

Einigen von Euch müssen die Informationen teilweise schon durch meine

einzelnen Emails bekannt sein, aber wie gesagt, nur teilweise. Nun mache

ich Euch allen folgenden Bericht über den bisherigen Ablauf.

 

1. Die gesamten Spendenbeträge:

  

           umgetauscht in Yen: 1,939,013-

 

(Details:)

1.1 Die Spenden, die ich bei meinen Vorträgen (3.Nov. bis 6.Dez.2013)

   direkt erhalten habe, sind insgesamt: EUR: 12,402.17

1.2 Die Spenden, die sich vor dem Start meiner Vortragsreise auf dem

   Spendenkonto gesammelt hatten und von mir abgehoben wurden,

   sind insgesamt: EUR: 1,725.–

1.3 Der gesamte Betrag, den ich diesmal nach Japan mitnahm, war

   also EUR: 14,127.17, dann anschließend am Tag der Ankunft

   im Flughafen TOKYO-NARITA in Yen umgetauscht: 1,939,013-

 

2. Spendenzweck:

 

  Die Spenden sollen den durch radioaktive Strahlungen gefährdeten Kindern

  in Fukushima zugute kommen.

 

3. Spendenempfänger:

 

  Spendenempfänger müssen solche sein, die ehrenamtlich nur zugunsten von

  den durch radioaktive Strahlungen gefährdeten Bürgern, insbesondere von den

  Kindern in Fukushima arbeiten und keinesfalls zugunsten bestimmter

  politisch-ideologischer Gruppen.

4. Überreichung der Spenden:

 

  Wie ich bei meinen Vorträgen mitgeteilt habe, plante ich diesmal

  folgenden beiden Bürgerinitiativen jeweils ca. die Hälfte von den

  Spenden zu übergeben.

 

4.1 „TARACHINE“, eine Institution, die sich mit Spenden finanziert und

    als eine radioaktive Meßstation und auch als eine kleine Klinik für die

    radioaktive Untersuchung und Beratung von Erwachsenen und

    Kindern in Fukushima arbeitet.

 

    http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html

 

    Ich habe einen von den Gründern dieser Institution am 11. März 2012

    bei seinem Vortrag in Tokyo kennengelernt und traf ihn auch im

    Mai 2013 in Fukushima und besuchte auch die Institution und die Klinik.

 

    Mein Plan, die Hälfte der Spenden dieser Klinik zu übergeben, kam aber

    sehr bedauerlicherweise aus einem unerwarteten Grund nicht zustande.

 

    Nun bin ich auf der Suche nach einer neuen sinnvollen

    Spendeneinsatzmöglichkeit und habe bereits eine solche im Auge.

 

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    Ausführlicher Bericht darüber ist unten in diesem Schreiben zu lesen.

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4.2 Hoyo(auf Deusch:Kur)-Net-Yokohama

 

    Das ist eine kleine Bürgerinitiative mit dem Sitz in Yokohama:

   

    Anschrift: 2-24-45 Osone, Kohoku-ku, Yokohama-shi, 222-0003 Japan

    Gründung: 3. Feb. 2013

    Gründungspersonen: 4 ( Frau Mitsuko Ikeuchi, Vorstand, sowie

                        Frau Michiko Sasaki, Frau Masako Nishioka,

                        Frau Fukiko Nagano)

    Weitere ehrenamtliche Helfer: ca. 20 Personen

    Zweck der Gründung: die Einladung von Kindern und deren Familien

                      in Fukushima zu einem kostenlosen Aufenthalt

                      für die Erholung im Kurort auf der Halbinsel „IZU“

                      (Präfektur Shizuoka), entfernt südwestlich ca. 350KM

                      von der Präfektur Fukushima bzw. westlich ca. 100KM

                      von Tokyo.

 

    * Diese Bürgerinitiative ist der Nachfolger der vorangegangenen Organisation

      „Projekt für die Zukunft der Kinder – Yokohama“, die am 23.April 2012

      gegründet wurde und am 3. Feb. 2013 endete.      

 

    Die Lage des Kurortes:

 

    Das Kurhaus ist ein sehr großes, altes Haus, das ca. 20 Menschen aufnehmen

    kann und gelegen mitten im Grünen und in der Nähe des Pazifischen Strandes.

    Die Stadt heißt Kawazu-cho, gehört der Präfektur SHIZUOKA an.

        

 

    Einladung von Bürgern mit Kindern aus Fukushima:

 

    Die Bürgerinitiative Hoyo(auf Deusch:Kur)-Net-Yokohama sammelt Spenden

    und lädt damit Bürger mit Kindern aus Fukushima zum Kurort Kawazu-cho

    auf der Halbinsel IZU / Präfektur Shizuoka ca. für 7 bis 10 Tage während der

    Sommerzeit (Ende Juli bis Anfang August). Alle Kosten(einschl. Reisekosten)

    für die Eingeladenen werden von der Bürgerinitiative übernommen.

    Alle Arbeiten für Planung, Organisierung und Durchführung werden von

    den 4 Hauptmitgliederinnen der Bürgerinitiative sowie 20 weiteren

    freiwilligen Helferinnen und Helfern durchgeführt.

 

   

   

Die Übergabe der Spendensumme Yen: 800,000.- an die Bürgerorganisation

„Hoyo(:Kur)-Net-Yokohama“ fand am 26. Feb. 2014 im Büro der

Abgeordneten des Yokohama-Stadtparlaments, Frau Sakura Inoue, statt,

die als eine parteiunabhängige Atomgegnerin bekannt ist.   

 

Foto der Spendenübergabe an die Bürgerinitiative Hoyo-Net-Yokohama

am 26.Feb.2014:    

   

Foto des Spendesgeldes und der schriftl. Übergabe-bzw.

Empfangsbestätigung am 26.02.2014

   

Das alte Kurhaus

 

Vom Kurhaus zum Pazifik zu Fuß ca. 30 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

Fotos im Sommer 2012 und 2013:

 

Empfangsfeier mit dem Schild „Ihr alle aus Fukushima seid willkommen in Izu“

 

Bei künstlerischer Handarbeit

 

Spielen in einem Fluß

 

 

 

 

 

Am Pazifik

 

Beim Lunch

 

Puppentheater

 

 

   

5. Problem mit den 2 Kliniken in Fukushima und neue Spendeneinsatzüberlegung:

 

5.1 Es gibt meiner Kenntnis nach in der Präfektur Fukushima nur 2 Kliniken,

   die von freien Bürgern bzw. bürgerlichen Organisationen für die radioaktiv

   gefährdeten Bürger, insbesondere für Kinder gegründet worden sind und zum

   großen Teil mit ihren Spenden finanziert werden. Sie kämpfen gegen den Druck

   des die Atompolitik vorantreibenden Dreierbündnisses von der Regierung,

   den Ministerien und Atomlobbies und führen an den Bürgern und den Kindern

   in Fukushima die unabhängige radioaktive Untersuchung durch.

 

   Warum so wenig? Der Grund ist der Druck, den die japanische Regierung
   auf alle Ärzte in der Präfektur Fukushima über deren medizinische Hochschule
   indirekt ausübt, die Bürger wegen aufgenommener radioaktiver Strahlungen
   nicht einzeln individuell zu untersuchen. Daher sind die Ärzte, die bei diesen
   2 Kliniken ehrenamtlich arbeiten, alle solche, die außerhalb von der Präfektur
   Fukushima wohnen und nur freiwillig abwechselnd zu den Kliniken kommen.

5.2 „Clinic-Fukushima“ (auf japanisch „Fukushima Kyoodoo Shinryoojo“),

    die eine von den oben genannten 2 Kliniken:

   HP-Adresse:  Sie können die HP von der Klinik in Englisch lesen:
  
http://www.clinic-fukushima.jp/english/
   Spendenkontonummern dieser Klinik sind auch in der o.a. HP angegeben.

   Wie oben unter 1. schon kurz erwähnt, werden seit dem 11. März 2011

   alle Ärzte in der Präfektur Fukushima von der Regierungsseite unter Druck

   gesetzt und dazu veranlaßt, von vornherein individuelle Untersuchung von

   Bürgern, insbesondere von Kindern wegen möglicher radioaktiver

   Verstrahlung abzusagen, mit der Begründung, daß die Untersuchung nicht

   nötig sei, da die in Fukushima gemessenen radioaktiven Werte(außerhalb

   der Evakuierungszone) für alle Bürger einschließlich für die Kinder und

   Babies gesundheitlich völlig unbedenklich seien. Sie sind von dem

   Universittskrankenhaus der Präfektur Fukushima auch dazu veranlaßt,

   sie darauf hinzuweisen, um sich dann dort untersuchen zu lassen, wenn

   sie es wünschen.

   Und dieses Universitätskrankenhaus vertritt gerade das Interesse

   der Regierung und versucht, alle Ärzte in der Präfektur Fukushima

   unter Kontrolle zu halten und untersucht Bürger, insbesondere Kinder

   wegen ihrer radioaktiven Exponiertheit entweder selbst oder bei den

   unter seiner Kontrolle stehenden Stellen untersuchen zu lassen.

   Und sie tun es in aller Schnelle – ein paar Minuten pro Kind -, erklären
   in der Regel, „die Sache sei unbedenklich“, ohne den Eltern ausreichende

   Auskunft über das Untersuchungsergebnis zu geben.

   Um dagegen zu wirken, wurde die Clinic-Fukushima am 1. Dezember 2012
   von einzelnen Bürgern und Bürgerorganisationen mit ihren Spenden

   zu dem Zweck gegründet, Bürger, insbesondere Kinder mit modernsten

   medizinischen Anlagen sorgfältig zu untersuchen und sie entsprechend

   den Ergebnissen richtig zu beraten sowie die Untersuchungsdaten sorgfältig

   zu sammeln und diese mit den von der Regierungsseite veröffentlichten

   Daten zu vergleichen, gegebenenfalls die Differenzen bekanntzugeben,

   damit die Öffentlichkeit in Japan von der Wahrheit informiert wird.

5.3 Anti-Atom-Bewegungen in Japan als Hintergrund:

   Seit dem Ausbruch der Fukushima-Katastrophe sind in Japan verschiedene  

   Anti-Atom-Bürgerbewegungen entstanden. Sie sind im Grunde aus

   folgenden 4 verschiedenen Gruppierungen:

   -1. Rein-bürgerliche Initiativen
   -2. Eine von der japanischen kommunistischen Partei unterstützte    

      Anti-Atom-Organisation
   -3. Eine von der japanischen sozialdemokratischen Partei unterstützte    

      Anti-Atom-Organisation
   -4. Anti-Atom-Organisationen, die von verschiedenen politisch-

      ideologischen Gruppen gegründet bzw. unterstützt werden.

   Dabei habe ich immer meine Meinung vertreten, daß alle Anti-Atom-

   Organisationen und einzelne Anti-Atom-Kämpfer über ihre einzelnen

   Meinungsunterschiede hinaus ihre Kräfte zusammenbündeln sollen,

   um damit gegen die Atombetreiber wirksam zu kämpfen und unser

   gemeinsames Ziel – die Welt ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke –

   zu verwirklichen.

   Bedauerlicherweise ist der Gegenteil der Fall. Seit dem Herbst 2012

   gingen einerseits Anti-Atom-Demonstrationen in ganz Japan spürbar

   zurück, andererseits werden Disharmonien bzw.Spannungen unter den

   o.a. 4 Gruppierungen immer deutlicher.

5.4 Die Anti-Atom-Bewegungen und „Clinic-Fukushima“

   Nun ist es so, „Clinic-Fukushima“ wird verwaltet durch ein Gründungskomitee,
   das aus Einzelpersonen sowie Mitgliedern überregionaler Anti-Atom-

   Organisationen besteht, die zum Teil zu einer extrem links eingestellten

   politischen Gruppe „Chuukakuha“ (oder „Chukakuha“) in Japan gehören,

   deren Ziel darin besteht, Japan durch Revolution, gegebenenfalls mit Gewalt,

   in ein total-kommunistisches Land umzuwandeln.

   Daher wird „Clinic-Fukushima“ immer mehr von anderen Bürgerinitiativen

   über ihr Verhältnis zu der extrem linken Organisation „Chuukakuha“ gefragt

   und dabei gleichzeitig die Befürchtung von ihnen geäußert, ob sie von der

   Gruppe Chuukakuha für ihr Interesse instrumentalisiert werden könnte.

   Ich habe „Clinic-Fukushima“ seit ihrer Gründung im Dezember 2012

   mit den Spenden (insgesamt ca. 13.000.– Euro) unterstützt, die ich

   bei meinen Vorträgen in Europa gesammelt hatte, da ich die Funktion

   der Klinik für unbedingt richtig und notwendig gehalten habe,

   um den Bürgern und den Kindern in Fukushima zu helfen. Außerdem

   habe ich selbst gesehen, daß sie ihre wichtigen Aufgaben tadellos erfüllt

   und die freiwilligen Ärzte trotz des Druckes von der Regierungsseite

   ihre Arbeit sehr gewissenhaft und mutig durchführen. Darüberhinaus

   kann ich bestätigen, daß die Menschen aus „Chuukakuha“, die ich selbst

   persönlich kennengelernt habe, alle sich durchaus kooperativ und

   demokratisch verhalten haben.

   Dennoch sah ich, daß „Clinik-Fukushima“ und dessen Gründungskomitee
   von anderen Anti-Atom-Bürgern und deren Organisationen in Japan

   zunehmend vermieden werden und zwar aus der Befürchtung, daß deren

   Unterstützer, die zum größeren Teil aus der politisch extrem links

   orientierten Organisation „Chuukakuha“ stammen, sie zu ihrem politischen

   Zweck mißbrauchen könnten.

   Ich habe selbst aus verschiedenen Quellen zu wissen bekommen,

   daß über mich folgendermaßen geredet wird – teilweise sogar auch

   in Deutschland: Kobayashi arbeitete eng mit dem Gründungskomitee

   von „Clinik-Fukushima“ und mit der Organisation „Chuukakuha“,

   wäre daher auch ein linker Extremist, obwohl ich mich stets von allen

   politischen Organisationen bewußt frei gehalten habe.

   Da die Kritik vieler anderer japanischer Anti-Atom-Bürgerinitiativen

   schließlich immer lauter wurde, habe ich mich im September 2013
   an 2 Menschen, die zu dieser extrem linken Gruppe gehören, gewandt

   und sie über ihre Stellung zu der Klinik gefragt.

   Ihre Antwort war: sie kämpfen gegen die bestehende, kapitalistische

   Welt der Industrieländer und bejahen sogar schließlich auch

   die Gewaltanwendung, um ihr marxistisch-kommunistisches Ziel

   in Japan, sogar darüber hinaus in der ganzen Welt zu erreichen.

   Für sie sei die „Clinik-Fukushima“ deswegen untrennbar von ihrer

   politisch-ideologischen Zielsetzung.

 

   Als ich diese Antwort von ihnen bekam, war ich zutiefst bestürtzt.

   Ich habe daher anschließend das Komitee gebeten, mir schriftlich

   zu bestätigen, daß „Clinik-Fukushima“ politisch völlig frei und

   unabhängig ist, um damit von breiten Kreisen japanischer Bürger

   Unterstützung bekommen zu können.

   Aber das Komitee ist zu meinem tiefsten Bedauern auf meine Bitte

   nicht eingegangen. Daher konnte ich nicht anders reagieren, als mich

   von der Klinik zu trennen, weil ich meinen ausländischen Spendern

   gegenüber nicht garantieren kann, daß die Klinik von dieser radikalen

   linken Gruppe Chuukakuha nicht instrumentalisiert wird.

   Der eine von den 2 Männern von der Organisation Chuukakuha,

   die auf meine Frage antworteten, hieß Nobuo Manabe. Er gehört

   zu einer japanischen Eisenbahngewerkschaft „Dooroo-Chiba“,

   spricht gut Deutsch und kommt regelmäßig nach Deutschland.

   Auch im letzten Jahr war er in Deutschland mit Herrn Oda und

   Frau Shiina, die mit ihm politisch gleich gesinnt sind. Sie haben

   mir auch bei meiner Reportagereise mit Herrn Neureuter in Japan

   sehr viel geholfen. Sie waren mir alle sehr freundlich und ich hatte

   durchaus ein freundliches Verhältnis zu ihnen. Darum umsomehr

   war es mir schmerzhaft, daß ich mich schließlich auch von ihnen

   trennen mußte. Ich konnte aber nicht anders reagieren, denn es ging

   um eine sehr prinzipielle Angelegenheit.

 

5.5 „Tarachine“ (Altes japanisches Wort, bedeutet „Mutter“) , nämlich,

   die andere von den 2 Kliniken in der Präfektur Fukushima, die von

   Bürgern und Bürgerorganisationen gegründet und mit ihren Spenden

   unterstützt werden.

   HP lautet,  http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html

 

   Sie ist in der Stadt IWAKI von der Präfektur Fukushima und tut

   im Grunde die gleiche Arbeit wie die „Clinic-Fukushima“.

 

   Ich kannte seit März 2012 einen von den Gründern dieser Klinik

   und besuchte sie im Mai 2013 auf meiner Reportagereise in Fukushima.

   Sofern konnte ich mich selbst vergewissern, daß sie ihre wichtige

   Aufgabe richtig durchführt. Sie ist mit allen nötigen technischen

   Untersuchungsanlagen ausgestattet und inzwischen kommen einige

   Ärzte ehrenamtlich von außerhalb der Präfektur Fukushima regelmäßig

   in die Klinik, besuchen aber auch Patienten außerhalb der Klinik, die

   von ihr weit entfernt wohnen.

 

   Fast alle Ärzte in Fukushima sind leider gelähmt unter dem Druck der

   Regierungsseite und folgen nur ihren Worten und haben keinen Mut,

   an der Seite von den leidenden Bürgern und Kindern zu arbeiten.

   Übrigens, diese Klinik ist eigentlich hinterher entstanden. Zuerst wurde

   eine Forschungsstation mit verschiedenen Meßgeräten für radioaktive

   Strahlungen gegründet, zum Zweck, radioaktive Werte an Lebensmitteln

   genau zu messen, auch auf Wunsch von einzelnen Bürgern, da die Werte,

   die von der Regierungsseite veröffentlicht werden, nicht unbedingt

   zuverlässlich und ausreichend sind.

   So plante ich fest im voraus, wie ich auch auf meiner Vortragsreise bekannt

   gab, die Hälfte von den Spenden dieser Klinik „Tarachine“ zu überreichen.

 

   Nun, im Februar 2014 kam ich endlich dazu, Kontakt mit einem der

   Gründer der Klinik, den ich persönlich kannte, aufzunehmen und ihn

   über meine Absicht zu informieren. Seine Reaktion war auch sehr positiv

   und wir wollten meinen Besuchstermin bei der Klinik abstimmen.

 

   Nach einer Weile bekam ich aber eine Antwort von ihm, sie heißt nämlich,

   er bedaure es sehr, daß er unerwartet von seinen anderen Mitgründern

   und den Beschäftigten des Klinikbüros eine negative Reaktion bekommen

   habe. Mein Spendenangebot an die Klinik wurde von deren Mitgliedern

   und den Beschäftigten des Büros mit der Begründung abgelehnt, daß ich

   die andere Klinik „Clinic Fukushima“ mit den Spenden aus meinen

   früheren Vortragsreisen unterstützt habe, die zum Teil mit Hilfe von einer

   politisch extrem links orientierten japanischen Gruppe „CHUUKAKUHA“

   gegründet worden ist. Daher bestehe eine Befürchtung, daß ein Teil von den

   bestehenden Spendern für die Klinik „TARACHINE“ aus Protesten

   weitere Spendenunterstützung weigern wird, falls sie Spenden von einer

   Person annehmen würde, die einmal die andere politisch extrem links

   eingestellte Klinik unterstützt hat.

 

5.6 Gemeinsame Rettungsbereitschaft von den radioaktiv gefährdeten Bürgern

   und Kindern verschwindet hinter politischen und ideologischen Streitigkeiten:

 

   Ich möchte nicht bezweifeln, daß die freiwilligen Ärzte der beiden

   Kliniken ihre Aufgaben korrekt durchführen und den verzweifelten

   Menschen in Fukushima mit Rat und Tat zur Hilfe stehen. Aber ebenso

   ist es die Tatsache, daß diese 2 Kliniken in der Präfektur Fukushima

   mit ca. 1.95Mio Einwohnern nicht mehr als „ein Tropfen auf dem

   heißen Stein“ sein können und dennoch nicht bereit sind, einander

   zu helfen und gemeinsam für die Rettung von den radioaktiv

   gefährdeten Bürgern und Kindern zu arbeiten.

 

   Die politisch-ideologischen Streitigkeiten innerhalb von den

   japanischen Antiatomorganisationen werden immer stärker und

   erschweren die ohnehin schwierigen Kämpfe gegen die Atommafias

   in Japan dadurch noch erheblich stärker.

 

   Zu meinem großen Bedauern habe ich diesmal mit den beiden Kliniken

   ein typisches Beispiel dafür erleben müssen.

 

5.7 Ein neuer Spendeneinsatz in Überlegung:

 

   Während ich mit dem o.a. Klinikspendenproblem konfrontiert war,

   wurde ich zufällig darauf aufmerksam, daß viele Fluchtfamilien aus

   Fukushima unter Existenznot leiden. Unter den ca. 78,000 Flüchtlingen

   aus Fukushima – seit dem 11.3.2011 – sind sehr viele solche Menschen,

   die flohen, um vor allem ihre eigenen Kinder vor radioaktiver Gefahr

   zu retten, obwohl sie wußten, von der Regierungsseite und dem

   Stromkonzern keine finanziellen Hilfen erwarten zu können und sofort

   in drohende Existenznot zu geraten, weil sie schließlich durch die Flucht

   ihre Jobs und somit ihre finanzielle Basis verlieren oder getrenntes

   Eheleben dulden müssen, da die Männer in Fukushima weiterhin ihre Jobs

   behalten und Geld für ihre Familien verdienen müssen. Sie sind meistens

   jünge Mütter und Väter, die aus ihrer Verantwortung gegenüber ihren

   Kindern handelten und deren Lebenssicherheit allen anderen vorzogen.

   Sie sind ohne eigene Schuld von den eigentlichen schuldigen Tätern

   in Stich gelassen. Frauen mit kleinen Kindern leben oft getrennt von

   ihren Männern oder sie sind zwar zusammen, leben aber in großer

   Existenznot. Sie leben in fremder Umgebung oft einsam und isoliert,

   es kommt sogar immer wieder vor, daß viele Bürger die Flüchtlinge

   aus falschem Vorurteil vermeiden, von ihnen radioaktiv angesteckt

   zu bekommen. Sofern brauchen gerade diese Fluchtfamilien

   dringend Hilfen. Dennoch gibt es z.B. kein gut funktionierendes,

   größeres Kommunikationsnetzwerk, das diese Fluchtfamilien und

   auch freiwillige Helfer bindet.

 

   Aufgrund dieser Lage denke ich daran, in den kommenden Monaten mit

   entsprechenden Organisationen und auch einigen Fluchtfamilien Kontakt

   aufzunehmen und auf der Basis von deren Informationen eine neue und

   sinnvolle Spendeneinsatzmöglichkeit zu suchen.

 

   Ich hoffe, daß all diejenigen, die mir die Spenden anvertraut haben, mit

   meiner oben erwähnten Vorgehensweise einverstanden sind.

 

   Viele Grüße aus Tokyo

   Kazuhiko Kobayashi
   12-1-1108, Chuo-Honcho-3chome, Adachi-ku,
   Tokyo 121-0011
   Tel: +81-3-3889-0108  Mobile: +81-90-2479-0092
   Email:
kleinerhain@gmail.com / soundio-2@k7.dion.ne.jp

 

  

============================================================
Ich schicke diese Email an alle bei mir registrierten Adressen von meinen Anti-Atom-und

Umweltschutzfreundinnen und -freunden in Deutschland,

Schweiz und Österreich.
Wer von ihnen nicht meine Rundschreiben zugeschickt bekommen möchte, möchte

kurz an mich zurückschreiben mit dem Satz „bitte, kein Rundschreiben schicken!“.
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